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Verena Stenke (*1981) und Andrea Pagnes (*1962) arbeiten seit 2006 gemeinsam als VestAndPage und haben weltweit Anerkennung für ihre Arbeiten in Performance-Kunst, Film, Schriftstellerei,  Verlagswesen und in internationalen Community Projekten erlangt.

Seit mehr als einem Jahrzehnt schafft das Duo Performance- und grafische Arbeiten, Filme und poetische Schriften. Durch ihre Praxis sowie durch theoretische künstlerische Forschung und kuratorische Projekte erarbeiten sie Performance-Kunst als Phänomen. Ihre Werke werden in Museen, Galerien, Theatern und anderen Orten weltweit präsentiert. Ihre zahlreiche Schriften wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

 

2010 bis 2012 arbeiteten, studierten und reisten sie in der Antarktis, Südamerika und Asien, wo sie die performance-basierte Filmtrilogie sin∞fin (2010-2012) produzierten, Performancezyklen erarbeiteten und ihr internationales Netzwerk aufbauten.
 
Im Dezember 2012 initiierten sie die Venice International Performance Art Week, das biennale internationale Ausstellungsprojekt der Performance-Kunst, das seither biennium in historischen venezianischen Palazzos stattfindet. In der Trilogie des Körpers präsentierte das Projekt historische Werke der Performance-Kunst in Verbindung mit eine Live-Program mit über 120 internationalen Künstlern, sowie ein ständiges Bildungsangebot.

Neben jährlichen Performance-Zyklen produzierten Stenke und Pagnes von 2014 bis 2017 den performance-basierten Spielfilm Spitzwegerich (en: Plantain) (2017), der auf der einmonatigen Performancewanderung des Duos von Norddeutschland über Polen ins russische Kaliningrader Gebiet im Mai/Juni 2015 an Originalschauplätzen entlang der Fluchtroute von Stenkes Familie aus Ostpreussen im Winter 1945 gedreht wurde. 

Pagnes und Stenkes Schriften werden in einer Vielzahl von internationalen Büchern und Zeitschriften der zeitgenössischen Kunst veröffentlicht, u. a. in Performance Research, Flash Art, Studio Research, Art & Education, Research Catalog, Nexus. VestAndPages eigenpublizierte englisch-sprachige Bücher und Ausstellungskataloge untersuchen das intime Gewebe von Kreativität und künstlerischer Praxis und hinterfragen Performance-Kunst als Dringlichkeit.
 
Die Kunstpraxis von VestAndPage ist kontext- und situationsbedingt, und wird psycho-geographisch als unmittelbare Reaktion auf soziale Kontexte, natürliche Umgebungen, historische Stätten und Architekturen konzipiert. VestAndPage benutzen Performance-Kunst nicht nur als Medium, um ihre Bedenken und Ideale auszudrücken, sondern auch aus der Dringlichkeit heraus, die physischen, psychischen und geistigen Körper zu erforschen und die Flüchtigkeit der Objekte, Kunst und Existenz zu erleben. In einer "Poetik der Beziehungen" untersuchen sie Konzepte wie Temporalität, Gedächtnisschichten, Kommunikation und die Fragilität des Individuums und des Kollektivs in gesellschaftlichen und politischen Bereichen. Basierend auf Material aus der persönlichen und genetischen "Bibliothek", sind ihre Werke einem breiten Publikum zugänglich - sie ermöglichen es den Zuschauern, realistische Inhalte in einer frischen Ikonographie zu erleben. 

Sie widmen sich in poetischen Herangehensweise dem experimentellen, persönlichen Filmemachen basierend auf Performance-Kunst, und hinterfragen unsere Wahrnehmung von Realität und wie wir Informationen verarbeiten und speichern. Für VestAndPage kann Film als eine Art Wurmloch funktionieren, in dem Prozesse sich unabhängig von Raum-Zeit durch die Verknüpfung von scheinbar getrennten performativen Aktionen offenbaren.

 

VestAndPages long-durational Performances zeichnen sich durch Aktionen und sensorische Details aus, die das Konventionelle untergraben und Elemente der Logik in Frage stellen. Diese Aufführungen haben eine Dauer von 24 Stunden (Fear vs Love vs Fear), fünf Tagen und Nächten (Without Tuition or Restraint), oder können monatelang sein (Spitzwegerich). VestAndPages Performancezyklen (Balada Corporal; Panta Rhei; Thou Twin of Slumber; Dyad; Aegis) und Filme (sin∞fin; Spitzwegerich) werden aufeinander aufbauend und in situ entwickelt. Dieser Prozess der Entfaltung erschliesst sich wie in Abwesenheit von Zeitlichkeit, um eine Situation zu schaffen, in der die Gegenwart wiederholt oder die Ver-gangenheit zurückgerufen werden kann. Diese Arbeiten konfrontieren philosophische, soziale und politische Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Werke drücken Stenkes und Pagnes Sicht auf die Welt und Wirklichkeit aus, während sie poetische Elemente als Rebellion gegen die Ausübung von Macht und Diskriminierung enthüllen.

Vor ihren künstlerischen, kuratorischen und publizistischen Tätigkeiten mit VestAndPage studierte die deutsche Künstlerin VERENA STENKE Bildende Kunst und Maskenbild, Soziales und Orientalisches Theater, Zeitgenössischen Tanz und Kampfsport. Der in Venedig geborene Künstler und Schriftsteller ANDREA PAGNES studierte Philosophie, Moderne Literatur, Museologie, Kunstkritik und Kreativen Schreiben. Er arbeitete zuvor als freier Kurator, Maler, Glasbildhauer, Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur im Sozialen Theater, sowie als Künstler und Koordinator für mehrere Projekte der Biennale von Venedig. Stenke und Pagnes lernten sich 2006 in Berlin kennen, begannen daraufhin ihre Zusammenarbeit als VestAndPage, und sind verheiratet.

 

Stenke und Pagnes wurden u.a. ausgezeichnet mit:

2015: Projektförderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Berlin);

2012: Stipendium des Kulturprogramms der Argentinischen Nationaldirektion der Antarktis (Buenos Aires/Antarktis); 

2012: Stipendium der Internationalen Künstlerresidenz AIR Taipei (Taipeh); 

2011: Treviglio Videopoesie Preis (Italien); 

2011: Nassauer Kulturpreis (Nassau); 

2010: Projektförderung durch die Heinrich-Böll-Stiftung Freundeskreis (Berlin); 

2008: Storie Literaturpreis (Rom, A. Pagnes); 

2007: Art Kontakt Preis (Tirana); 

2000: Windsor&Newton Millennium Painting Award (London, A. Pagnes); 

1990: Robert-Schuman-Silbermedaille der Europäischen Union (Straßburg, A. Pagnes).

 

Ausstellungs-, Performance- und Produktionsorte beinhalten u.a.:

Museo de Arte Tigre, CCEBA, Buenos Aires; Museo Universitario del Chopo, Ex Teresa Arte Actual, Alumnos47 Foundation, Mexico City; CANTE, San Louis Potosì; Centro Cultural FIESP - Ruth Cardoso, Sao Paulo;  Homero Massena Gallery, Vitoria; Museo de Arte Moderno, Santo Domingo; MACC, Celarg Foundation, Museo Alejandro Otero, Caracas; Universidad Teatro de Chile, Santiago de Chile; Museo de Arte Contemporaneo, Valdivia; Sarai Centre, New Delhi; Goodman Arts Centre, Singapore; University Art Center, Chang Mai; 798 Art District, Beijing; Taipei Artist Village, Taipei; Seoul Art Space, Seoul; Alt, Istanbul; Solyanka State Gallery, Moscow; Correr Museum, Thetis Foundation, Venice; Museum of Fine Arts, Leipzig; Berliner Kunsthalle; Maschinenhaus Theater, Ballhaus Ost, Berlin; Student Cultural Centre, Belgrade; UKK, Uppsala; Taidehalli, Helsinki; Royal Academy of the Arts, Copenhagen; Arti et Amicitiae, Amsterdam; National Art Gallery of Albania, Tirana; Kosovo National Art Gallery, Pristine; Museu José Maloha, Caldas da Rainha; VIVO Media Arts Centre, Vancouver; Boston Center for the Arts, Boston; Columbia University - Macy Gallery, New York; Schlachthaus Theater, Bern; PVA Centre for Contemporary Art, Aberdeen; Arnolfini, Bristol; London Art Fair.

 

Seminare, Lesungen und Workshops wurden u.a. gehalten in: SAIC School of the Arts Institute, Chicago; NYU Steinhardt School of Culture; University of Exeter; Athens Schools of Fine Arts; Artscape, Toronto; Seoul Art Space; Hong Kong Centre for Community Cultural Development; Lingnan University, Hong Kong; Universidad Austral de Valdivia, Chile; UNEARTE, Caracas; European University of Cyprus, Nicosia; School for Curatorial Studies, Venice; SALT Galata, Istanbul; TeaK Theatre Academy, Helsinki; Albanian University of Arts, Tirana; Gray's School of Art, Aberdeen; BITEF Theatre, Istituto Italiano di Cultura, Belgrade; Venice Academy of Fine Arts;  Deutsches Institut, Florence; Goethe Institute, Thessaloniki; Fabrica Braco de Prata, Lisbon.

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